Wilder Wein Billig
Ursprünglicher Preis war: 12,10 €6,05 €Aktueller Preis ist: 6,05 €.
- Herbstfärbung leuchtend rot bis gelborange
- klettert mittels Haftscheiben und Haftranken
- absolut anspruchslos an den Boden, winterhart
- bienenfreundliche Blüte, Beeren nicht essbar
Wuchs
| Wuchs | kletternd mittels Haftscheiben, lockerer Wuchs, teils überhängend |
| Wuchsgeschwindigkeit | bis 200 cm/Jahr |
| Wuchshöhe | 800 – 1000 cm |
Blüte
| Blüte | unscheinbar |
| Blütenfarbe | weiß |
| Blütezeit | Juli – August |
| Duftstärke |
Blatt
| Blatt | fingerförmig, 5-teilig, glänzend |
| Blattschmuck | |
| Herbstfarbe | orange, rot |
| Herbstfärbung | |
| Laub | laubabwerfend |
| Laubfarbe | dunkelgrün |
Sonstige
| Besonderheiten | vielfarbige Herbstfärbung, extrem schnell wachsend, winterhart, anspruchslos, schnittverträglich |
| Boden | anpassungsfähig, frisch |
| Nahrung für Insekten | |
| Pflanzenbedarf | 2 pro Meter |
| Salzverträglich | |
| Standort | Sonne bis Halbschatten |
| Verwendung | Hausmauern, Zäune, Pergola, Fassaden, Dachbegrünung |
| Windverträglich | |
| Wurzelsystem | Tiefwurzler |
| Themenwelt | Indian Summer in Deinem Garten Fassadenbegrünung |
Diese beliebte Zierpflanze ruft schieres Erstaunen hervor. Dazu tragen sowohl ihr Wuchsverhalten als ihr Laubwerk bei: Sie ist eine wahre Kletterkünstlerin, die es versteht, selbst in schwindelerregenden Höhenlagen triste Hausfassaden und unansehnliche Masten innerhalb extrem kurzer Zeit optisch zu einem berauschenden Feuerwerk zu gestalten. Während sich ihr sattgrünes Laubkleid bis in den Spätsommer mit seinem grünen Mantel um sämtliche Objekte hüllt, verzaubert es in den Herbstmonaten auf besondere Art und Weise. Dann nimmt es glühende Orange- und Rottöne an, die aufregende Effekte erzeugen. Darüber hinaus überzeugt der Wilde Wein mit seinen zierenden Beerenfrüchten und seinem äußerst schnittverträglichen Charakter.
Lange Zeit versteckt, schlussendlich doch entdeckt
Der Wildewein kann sich in die Pflanzenfamilie der Weinrebengewächse einordnen und stellt eine Wildform der Kulturrebe dar. Er trägt in der Botanik den Namen Parthenocissus quinquefolia, der sich auf die Form seiner Blätter bezieht. ‚Quinquefolia‘ bedeutet dabei so viel wie ‚fünf Blätter‘. Diese Pflanze besitzt jedoch nicht nur fünf Blätter, sondern ihre Blätter sind 5-lappig. Ein einzelnes Blatt setzt sich also aus 5 Blattspitzen zusammen, die an ihrer Basis miteinander verbunden sind und somit ein ganzes Blatt formen.
Seine ursprüngliche Heimat findet der Wilde Wein in Nordamerika vor. Dort ist er vor allem im Osten vorzufinden und wächst bevorzugt in lichten Wäldern, an Waldrändern und in Heckenbereichen zu. Hüllt dabei gern ganze Sträucher und Bäume mit seinem Laubwerk ein. Diese Pflanze wurde jedoch nicht nur in Nordamerika in seiner wilden Form entdeckt, sondern schon einige Male in Ostasien wie zum Beispiel in der Nähe des Himalaya. Im Jahre 1622 wurde sie aus Nordamerika in Europa eingeführt und nach und nach auf dem Markt vertrieben. Heute ist bekannt, dass dieses sommergrüne Gewächs weit über 50 Jahre alt werden kann, äußerst frosthart und robust ist und sich zwar ebenso ohne Kletterhilfe in die Höhe begeben kann, jedoch jede Kletterhilfe dankbar annimmt, um noch zielstrebiger die Fläche zu begrünen.
Wo ein Wille ist, da ist ein Weg
In einem rasanten Tempo erobert sich der Wilde Wein sein Territorium, das er meist gar nicht gegen Konkurrenten verteidigen muss. Es gibt nicht viele andere Pflanzen, die es schaffen sich mit oder ohne Kletterhilfe in solch eine Höhe zu ziehen. Auch wenn der Wildewein dafür bekannt ist, gut an Objekten emporzuklimmen, kann er durchaus an ihnen hinunterklettern wie beispielsweise an einem Balkon. Doch wie schnell ist nun diese Kletterpflanze? Sie kann pro Jahr unter optimalen Bedingungen beeindruckende bis zu 3 Meter an Größe dazugewinnen.
Das Wuchsverhalten kann dabei generell als senkrecht aufstrebend, stark verzweigt, buschig und kletternd beschrieben werden. Mit der Zeit erreicht Parthenocissus quinquefolia an optimalen Standorten dann eine Breite zwischen 1 und 2 Metern und eine Höhe bis zu unglaublichen 40 Metern. Im Durchschnitt liegt die Wuchshöhe eher bei 15 Metern, abhängig von der Fläche die berankt wird, sodass der Gärtner keine Befürchtung haben muss, eine Arte Zauberbohne in den Garten zu setzen. An diesen Maßen wird ersichtlich, dass die Pflanze kaum in die Breite wächst, sondern es vorzieht, sich zielstrebig in die Höhe zu ranken. Insgesamt wird der Wuchs kräftig und dennoch locker sowie oft schleppenartig überhängend, kurzum: attraktiv.
Während sich ihre fleischigen Wurzeln im Erdreich ausreichend Platz verschaffen und gern tief und stark verzweigt in den Boden hineinragen, gehen an der Oberfläche die dünnen, langen und im Herbst rotgefärbten Triebe hervor. Sie verholzen mit der Zeit, wobei ihre Borke längsfaserig ist. An ihnen befinden sich zahlreiche Ranken, die mit Haftscheiben besetzt sind. Die Haftscheiben verschaffen sich überall und auf Glas guten Halt. Im Alter entwickeln sich beim Wilden Wein oft so genannte Haftwurzeln. Allgemein gilt bei ihrem Wuchs: Wo ein Wille ist, da ist ein Weg.
Mit den Trieben sind zahlreiche Blätter verbunden. Sie sitzen an langen Stielen und sind wechselständig angeordnet. Jedes einzelne Blatt ist 5-lappig, lanzettlich bis eiförmig, zum Ende hin harmonisch zugespitzt und am Rand ungleichmäßig gezahnt. Mit einer Länge bis zu 10 Zentimetern werden sie relativ groß. Dabei bestechen sie mit ihren beeindruckenden Farben. Ihr Austrieb im Mai ist rostrot, im Sommer weisen sie eine mittelgrüne Farbe an der Oberseite und eine weißlich grüne Farbe an der Unterseite auf. Von September bis Oktober verwandelt sich ihre Laubfarbe in ein Orangerot bis Blutrot. Wenn der Wilde Wein im Schatten gedeiht, wird sein Laub weniger rötlich, sondern nimmt im Herbst eher einen gelblichen Farbton an. Gegen Ende Oktober wird das Laubwerk dann nach und nach abgeworfen, da sich die Pflanze in ihre Winterruhe begibt, um neue Kräfte für das kommende Frühjahr zu sammeln und dann wieder in ganzer Pracht erstrahlen zu können.






